Darf der das? Klar – der will nur spielen!


Auf Twitter hatte ich es schon bekannt gemacht: mein Freund und bekennender Web 2.0-Skeptiker hat sich überwunden und einen Beitrag kommentiert. Doch es soll nicht bei diesem einen Versuch bleiben, denn jetzt will er sogar seine eigene Gast-Seite haben…

Die Idee: Avatare, Pseudonyme, Identitätenklau und die Diskussion um Urheberrechte laden zu einem Vexierspiel ein: ich (also er) schreibe über ihn (also mich) und ich (also sie) bewerte, wie gut er (also ich) sich in mich (also sie) in meine (also ihre) Sicht auf ihn (also mich) eingefühlt hat.

Sein Selbstexperiment ist auch eine Einladung an die LeserInnen [kleine Korrektur… das mit dem großen I musst Du noch draufkriegen, mein Freund!], einmal zu prüfen, ab wann ihnen beim Lesen nicht mehr bewusst ist, dass nicht ich hier schreibe. Den Worten und Sätzen nachzuschmecken und zu schauen, welches Bild sie sich von der Autorin machen.

Ich bin zwar in Sorge, dass die Ernsthaftigkeit meines Blogs und damit meine professionelle Seriosität als PR-Beraterin darunter leiden könnte [ach nee, das denkst auch nur Du!], doch irgendwie bin ich auch gespannt darauf, was das mit unserer Beziehung macht. Wie wir mit der Vermischung von Wahrheiten umgehen werden.

Natürlich ist seine Absicht, mit diesem etwas billigen Kniff Kritik an neuen Kommunikationsformen zu üben, ganz schön albern. Als Inhaberin dieses Blogs werde deshalb genau prüfen, ob sein Experiment wirklich etwas zur Entwicklung der Netzkultur beiträgt. Ich lade alle LeserInnen ein, mich dabei zu unterstützen.

😉

6 Gedanken zu “Darf der das? Klar – der will nur spielen!

  1. „ich (also er) schreibe über ihn (also mich) und ich (also sie) bewerte, wie gut er (also ich) sich in mich (also sie) in meine (also ihre) Sicht auf ihn (also mich) eingefühlt hat.“

    Kannst du das nochmal für mich formulieren, Dörte? Stell dir dabei vor, ich würde in einem weißen Golf-Cabrio sitzen und meine blonde Dauerwelle zu BRAVO-Hits 18 bewegen …😉

  2. Also, lieber Daniel, das sollte doch für einen Berufskommunikator kein Problem sein (auch nicht für die Golf-fahrenden unter ihnen…): Er schreibt und tut dabei so als wär er ich – und ich mach den Quatsch auch noch mit, indem ich das dann in meinem Namen veröffentliche… Dabei stammt keine Zeile von mir, ich schwörs [außer die Kommentare in eckigen Klammern] – aber lesen tu ichs vorher (die Satzkonstruktion mit „tun“ verstehen doch die BRAVO-Hit-Hörer besser, oder?), wo kämen wir denn da sonst hin. Mein Passwort kriegt der natürlich nicht. Bei aller Liebe. Basta.

  3. mrs_schaf schreibt:

    Die Vermischung von Wahrheiten .. darüber denke ich noch ein wenig länger nach – mir scheint an diesem Satz stimmt etwas nicht🙂 (dabei bin ich mit der BRAVO groß geworden, hatte mal ne Dauerwelle und war auch mal rein äußerlich (künstlich) Blond (wer eigentlich nicht))

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