Mein Selbstinterview am Fernstudientag @ Bildungsreporter on air


Am heutigen Bundesweiten Fernstudientag habe ich mein erstes Selbstinterview gegeben – als ambitionierte Bildungsreporterin wollte ich schließlich auch meinen persönlichen Beitrag leisten, und gleichzeitig noch mein Versprechen einlösen, mich am Blog Carnival „Fernstudium interaktiv“ zu beteiligen.

Durch die famose Plattform, die die Bildungsreporter anlässlich des Fernstudientages geboten, hatte ich die Gelegenheit, zum zweiten Mal (–> hier das ertse für mich legendäre Interview mit Bildungsreporter Christian Spannagel: „Ich bin ein Lernjunkie“) das Webradio 2.0 1000MIKES zu nutzen.

Das Ergebnis: 14 Minuten über meine Erfahrungen als Fernstudentin und Fernlehrerin in Bezug auf die Nutzung von Online-Plattformen und anderen Angeboten des mediengestützten Austauschs auf Distanz.

Ich habe nämlich vor ein paar Jahren den Fernlehrgang „Personal Coach“ an der Fernakademie für Erwachsenenbildung absolviert und bin nun seit eineinhalb Jahren auf der anderen Seite aktiv, nämlich als Fernlehrerin im ILS-Fernlehrgang „Public Relations“. Ich kenne also beide Rollen, die als DistancE-Learner und die als DistancE-Teacher. Und ich habe in beiden Rollen so meine Erfahrungen gesammelt mit dem mediengestützten Austausch und dem Vernetzen aus der Ferne.

Die zwei ketzterischen Fragen, die ich mir selbst gestellt habe:
1. So ein klassisches Fernstudium – das ist doch ganz viel Papier und eigentlich ein ganz einsames Selbstlernprogramm… oder?
2. So als Fernlehrerin, kommt man sich da nicht vor wie eine Lehrerin einer Präsenzschule, die nur den unangenehmen Teil vom Lehrerinnen-Job erledigen muss, nämlich laufend Klassenarbeiten korrigieren?

Die ausführlichen Antworten – natürlich widerlege ich diese frechen Fragen! – mit konkreten Beispielen findet Ihr in der Aufzeichnung. Hier möchte ich zusammenfassend ein paar grundlegende Gedanken äußern – mein Fazit sozusagen:

Mein Motto zum Fernstudieren – egal an welcher Fern(hoch)schule:
Die Strukturen zur Vernetzung und zum Austausch sind da, man muss sie nur nutzen!

Für mich funktionierte das im Fernlehrgang ein bisschen wie im Präsenzstudium an der Uni: Es braucht auch ein Stück weit die Bereitschaft zum selbstorganisierten Lernen. Wichtig ist, dass der Rahmen dafür vorhanden ist. An den Fern(hoch)schulen, die ich kenne – vom ILS bis zur FernUni Hagen – sind diese bedingungen in jedem Fall erfüllt, sei es durch die Plattform Moodle oder ein eigenes Onlinestudienzenrtum.

Es sind die Fernstudierenden, die über das Maß an persönlicher Nähe und das Ausmaß an Vernetzung und Austausch auch mit den anderen Kursteilnehmern entscheiden. Sie entscheiden, wie intensiv sie sich im Onlinestudienzentrum einbringen, ihr Profil ausfüllen, ein Foto hochladen, Kontaktdaten angeben, im Forum schreiben, den Chat nutzen usw.

Und das ist gut so.

Also, ich schätze dieses Prinzip, dass es wirklich jedem Fernstudenten und jeder Fernstudentin selbst überlassen ist, wie stark sie sich in Gruppenprozessen engagiert und den Anschluss sucht für ihren eigenen Lernprozess.

Ich finde es wichtig, dass Fernlernen so zeitunabhängig wie nur irgend möglich gestaltet werden kann, denn erst dann wird es denen möglich, die mit unregelmäßigen Tagesrhythmen zu kämpfen haben. Zu viele Verpflichtungen, um in Echtzeit an Online-Seminaren oder Live-Chats oder so teilzunehmen, würden genau dieses Prinzip torpedieren.

Das heißt nicht, dass ich es nicht außerordentlich begrüße, dass es solche Zusatzangebote gibt und das ein Fernlehrinstitut den Rahmen schafft, um sich zu vernetzen und kollaborativ zu lernen. Aber es zur Pflicht zu machen, womöglich noch mit festen Zeitvorgaben oder gar Anwesenheitspflicht im Chat oder im Online-Seminar, das muss wirklich wohldosiert sein, denn das könnte sonst die Idee des zeitlich und räumlich ganz flexiblen Fernlernens, wie es zum Beispiel beim ILS umgesetzt wird – nämlich lernen wann und wo ich will – konterkarieren.

Lernen, wann und wo ich will, heißt übrigens für mich auch immer noch, dass es möglich sein muss, offline zu lernen… Dies mal als kleine ketzerische Web 2.0-Randbemerkung.😉

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Wer sich für weitere Beiträge der Bildungsreporter interessiert –> hier geht’s zum vollständigen Archiv.

Und eine Dokumentation aller archivierten Web-Aktionen zum Fernstudientag stehen in Kürze im Blog auf www.fernstudientag.de.

Ein Gedanke zu “Mein Selbstinterview am Fernstudientag @ Bildungsreporter on air

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s