Quo vadis SecondLife? Mein Beitrag zum @WissensWert Blog Carnival Nr. 14


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Wenn der Metaverse Evangelist Andreas Mertens fragt: Wie entwickeln sich virtuelle Welten? – was soll ein so junger Second Life Resident wie ich ihm darauf antworten…? Seine Antwort wäre doch eh viel erfahrener, fundierter, erprobter… Mein Avatar Dora Quar ist noch nicht einmal ein Jahr alt, den Hype um Second Life in den Jahren 2006/2007 habe ich komplett ignoriert.
Doch vielleicht geht es genau darum: Was sagen denn Menschen, die virtuelle 3D-Welten gerade erst – oder gerade neu – entdecken, im Jahr 2010 zum Potenzial vom Web.3D?

Nun, eine typische Reaktion, mit der ich mich aktuell immer wieder auseinander setzen muss, wenn ich davon berichte, dass ich in Second Life aktiv bin, ist: http://twitter.com/mfedorec/status/15128007670

Bin ich ein Nerd…?





Sind 5.000 eLearning-Experten, Hochschuldozenten und Wissensmanager aus aller Welt Nerds, wenn sie – wie geschehen im März 2010 – an der weltgrößten 3D-Konferenz Virtual Worlds Best Pracitices in Education (follow @VWBPE) teilnehmen?

Sicherlich nicht im Sinne von „Langweiler, Sonderling, Streber, Außenseiter, Eigenbrötler“. (Ok, ein paar mögen darunter sein…)

Dennoch bleibt die Frage, die sich eben auch Andreas Mertens stellt: Wie werden sich Virtuelle Welten bzgl. ihrer Akzeptanz u nd Durchdringung entwickleln? (Dass es übrigens nicht nur die eine virtuelle Welt (= Second Life) gibt, zeigt eindrucksvoll die Liste der 3D-Plattformen auf avameo.de.)

Lieber Andreas, ich erlaube mir mal, Deine Leitgedanken, die Du zur Anregung hinzufügst, etwas ketzerisch fortzuspinnen:

-> technologische und gesellschaftliche Voraussetzungen?
Die technologischen Voraussetzungen sind DA: Nicht zuletzt mit dem Viewer 2.0 sind Dimensionen der virtuellen Zusammenarbeit geschaffen worden (Stichwort: Shared Media), allein es fehlt an konsequentem Einsatz. Zu innovativ?
Die gesellschaftlichen Voraussetzungen sind eigentlich auch da: Allein wie viel Werbung für Die Sims und World of Warcraft im Fernsehen zurzeit läuft…! Aber: Der Name „Second Life“ scheint nachhaltig verbrannt – siehe Reaktionen oben. Vielleicht braucht das Kind einen neuen Namen?

-> Hürden?
Naja, soooo hoch sind die Hürden nun wirklich nicht, verglichen mit anderen eLearning- und Online-Conferencing-Systemen, die auch alle erst einmal in ganzer Tiefe begriffen werden wollen, bevor sie wirklich konsequent genutzt werden können. Als Hürde sehe ich im Moment – siehe oben – den Namen „Second Life“ an…

-> Branchen / Anwendungsfälle?
Ich wünsche mir eine unaufgeregte und selbstverständliche Nutzung von virtuellen Welten für Seminare, Workshops und Tagungen – so wie es Hochschule Heilbronn gerade umsetzt. Vielleicht sollten wir alle, die wir mit virtuellen Welten vertraut sind, solche Veranstaltungen einfach zum normalen Seminaralltag erklären. Wenn wir interessante Inhalte zu bieten haben, werden sie schon kommen…🙂

Mein Fazit:

Virtuelle Welten sind längst viel mehr zum Bestandteil der alltäglichen Computer- und Internet-Nutzung geworden, als manch einer es sich bewusst macht. Ja, liebe Wii-Spieler/innen, Ihr seid auch gemeint! Ähnlich ist das ja auch mit den Social Media: Die nutzen auch längst alle, ohne es sich bewusst zu machen, weil sie denken, nur Twitter und Facebook sind gemeint.

Die Frage ist doch eigentlich, wie das Bewusstsein für die Nutzung von virtuellen Welten jenseits von Kinofilmen und Computer-Spielen geschaffen werden kann. Oder?

2 Gedanken zu “Quo vadis SecondLife? Mein Beitrag zum @WissensWert Blog Carnival Nr. 14

  1. veit64 schreibt:

    Schöner Artikel! Ich hatte mit SL und den anderen virtuellen Welten so gar nichts am Hut – bis wir im vergangenen Jahr zusammen mit der Hochschule Heilbronn eine Vorlesung in Twinity veranstalteten. Das war zwar mit vielen technischen Problemen (BAndbriete, PC-Performance) und daher mit viel Schweiß vor uns während des Events verbunden; das Erlebnis, als Avatar vor 50 Studenten zu dozieren, war überwältigend und hat mich zu einem echten Fan für Aus- und Weiterbildung in virtuellen Welten gemacht. Wir haben in diesem Jahr die Kooperation mit der Hochschule Heilbronn (und der MFG Baden-Württemberg) fortgesetzt, diesmal in Second Life, wo auch von technischer Seite her alles wunderbar klappte. Aufgrund dieser Erfahrungen kann ich diese Plattformen für Meetings, Vorlesungen Seminare etc. uneingeschränkt empfehlen – und zwar für jedermann, nicht nur für Nerds und Geeks. (Auf http://blog.sympra.de gibt’s übrigens ein paar Postings und Videos zu unserer Vorlesungsreihe.) Veit Mathauer, Sympra GmbH (GPRA)

  2. Dörte Giebel schreibt:

    .@veit64 Danke für die un-nerdige Antwort!🙂 Es sind genau diese Veranstaltungsreihen wie die von @hs_projekt2010, die ich mir aktuell häufiger wünsche.

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