Die Entscheidung: Ich bin 3 Blogs


Immer wieder hadere ich mit mir, wie ich meinen Mitteilungsdrang ins Netz zu meinen verschiedenen Interessen und Projekten strukturiere – konkret: Wie viele Blogs machen Sinn? Ich denke dabei an den Aufwand, mehrere System zu pflegen, aber auch an die Intensität des Austauschs mit Lesenr/innen, die sich im Zweifelsfall aufgrund von zu vielen Off-topic-Posts nicht so schnell einfinden bzw. eben nicht bleiben mögen (= den Feed nicht abonnieren).

Dabei habe ich in den vergangenen Wochen mein eigenes Surf-Abonnier-Lese-Kommentier-Verhalten im Netz beobachtet und festgestellt, dass nahezu alles, was ich im Netz lese, kommentiere und abonniere, immer wieder in drei Schubladen einsortiert werden könnte:

  1. Social Media – und ein professioneller Blick auf die neuen Formen der Kommunikation à la Cluetrain Manifest
  2. Lernen 2.0 – also alle neuen Lernmethoden, die durch den Medienwandel protegiert werden, von Mobile Learning bis OER (Open Educational Ressources) und MOOCs (Massive Open Online Courses)
  3. Privat 2.0 (Psychologie & Kunst) – der wissenschaftliche UND kreative Blick aufs Menschsein

Eigentlich reichen mir also drei Kreise auf Google+, drei Kategorien in meinem Feed Reader und drei Listen auf Twitter usw. Darüber hinaus mag es jeweils noch eine(n) vierten Kreis/Kategorie/Liste geben – für all jene, mit denen ich tatsächlich in einem engeren persönlichen Verhältnis stehe (gemeinsames Projekt, Freundschaft, intensive Begegnungen auf BarCamps usw.). That’s it. Und so sei es.

In Konsequenz brauche ich also drei Blogs … und ups, die habe ich ja tatsächlich schon! Ich entscheide mich hiermit, sie nun auch wirklich wiederzubeleben bzw. in dieser Randschärfe konsequent zu bespielen:

1. Social Media: NetzFaktorei.de

Dieses Fach-Blog gebe ich zwar privat und in Eigenverantwortung heraus, gleichwohl knüpfe ich in meiner Rolle als Studienleiterin des ILS-Fernlehrgangs “Social Media Manager” dabei konsequenter Weise an die Studieninhalte an und adressiere also insbesondere auch die Teilnehmer/innen des Lehrgangs – die übrigens auch die Möglichkeit haben, Gastbeiträge zu schreiben. In der NetzFaktorei poste Neuerungen aus der großen weiten Welt der Social-Media-Plattformen, berichte über Kampagnen und Best Practices, interviewe Experten/innen und denke laut über professionelle Kommunikation im Internet nach.

2. Lernen 2.0: lernkult.posterous.com

Ich blogge hier aus der Perspektive eines „DistancE-Learning Geek“ und meine damit meine persönliche Leidenschaft für die Methode Fernunterricht bzw. eLearning (und die ich zurzeit beruflich als Customer Relationship & Community Managerin beim ILS auslebe). Gleichwohl gilt hier genau so wie auch schon in der Netzfaktorei: Ich blogge privat und unabhängig von meinem Arbeitgeber! Mich beschäftigen nämlich viele methodisch-didaktische Fragen rund ums Lernen und Lehren im Kontext sich mehrender medialer Möglichkeiten, die jenseits meines aktuellen beruflichen Aufgabengebietes liegen. Und dazu möchte ich mich mit Gleichgesinnten austauschen…

3. Privat 2.0 (Psychologie & Kunst): diegoerelebt.wordpress.com (hier liest Du gerade)

DieGoerelebt ist das Herzens-Blog, die kreative Spielwiese, Sammelbecken für literarische Experimente – aber immer auch der Versuch, mein zurzeit brachliegendes berufliches Standbein als psychologische Beraterin und Selbstheilungscoach (Methode WIldwuchs) zumindest so zu kompensieren, dass ich mich gedanklich mit Themen rund um Resilienz & Krisenbewältigung, Liebe & Glück (und dem ganz normalen Wahnsinn des Lebens) auseinandersetze.

***

Alle Blogs sind übrigens vorrangig deutschsprachig – und ich gebe zu, dass ich überlege, über kurz oder lang ein viertes Blog zu eröffnen, um mich besser international vernetzen zu können. Das wird dann vorrangig in englisch passieren – und in einer weiteren Sprache, über die ich jetzt noch nix verrate…

Und nun freue ich mich auf viele alte und neue LeserInnen, intensive Diskussionen, Anregungen und Komplimente und überhaupt auf alles, was das Leben bunt macht!

3 Gedanken zu “Die Entscheidung: Ich bin 3 Blogs

  1. Ach weißt Du, Michael, das ist ja auch über Jahre gereift und gewachsen – und es gibt Phasen, da ist es wirklich ganz schön ruhig in dem einen oder anderen Blog… Und mein Eindruck ist, dass viele (Du auch?) vor lauter anderweitiger Social-Media-Aktivitäten nicht (mehr) zum Bloggen kommen…

  2. Ich habe für mich festgestellt, dass themenspezifische Blogs mir besser liegen als ein einziger „That’s me“-blog. So sammeln wir (gerade maximal ich, weil Christian in Elternzeit ist und wir ohnehin nicht so ganz wissen, wie es hier weitergeht) auf http://socialwebpathologies.wordpress.com/ Fundstücke, Phänomene etc. zu potentiell bedenklichen Entwicklungen der Social Media Welt. Unter http://lehrlauf.wordpress.com/ werden eher Lehre-zentrierte Themen diskutiert. Und dann gibt es noch http://anjalorenz.wordpress.com/ , der zwar als erster entstand, aber eher so „für den Rest“ mit Twitter und vor allem G+ konkurriert. Er ist wirklich nur die letzte Schublade, in die man Themen stecken kann, die auf anderen Plattformen nicht passen. Daher finde ich Deine Dreiteilung durchaus verständlich. Oder wie mein Gestaltungsprof meinte: Etwas, das auf drei Beinen steht, wackelt nicht. (mathematisch korrekte Einschränkung: wenn die drei Beine nicht auf einer Linie sind)

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