Die Magie des Teilens


Vielleicht denk ich da ja ein bisschen zu sehr um die Ecke, aber nehmen wir diese „Begegnung“ doch mal als Sinnbild für das, was Menschen im Social Web spontan und ungeplant miteinander erleben können. (Muss ja nicht immer gleich so tragisch „enden“.) #istnursoeineIdee

Ansonsten ist dies einfach ein ganz wunderbarer Kurzfilm.

North Atlantic from bernardo nascimento on Vimeo.

#MMC13 – was bisher geschah…


 

„Es ist anders als Du denkst, ich kann alles erklären!“

 

Eigentlich wollte ich hier einen langen Post darüber schreiben, was in vergangenen zwei Monate, in denen Heinz, Monika und ich den MOOC-Maker Course 2013 vorbereitet haben (der HEUTE beginnt!), alles geschah…

Geschlafen hab ich eigentlich weniger, nur zum privat bloggen fehlt mir trotzdem die Zeit, darum verweise ich auf die Erlebnisberichte der beiden. Monika erinnert sich und Heinz auch.

 

… poudly presents: MOOC-Maker Course 2013 #MMC13


Das letzte, was ich hier von mir hören ließ, war mein Bekenntnis zum Drittblog… und jetzt komme ich auch schon mit Blog Nr. 4 um die Ecke. ABER es ist nicht irgend ein Blog, dieses Blog ist eine Art „Hub“, ein Headquarter, der Dreh- und Angelpunkt eines offenen Online-Kurses – oder besser: einer fünfwöchigen asynchronen Online-Konferenz zum Thema „Wie konzipiere, plane und veranstalte ich einen MOOC*?“ (*Massive Open Online Course): howtomooc.org

Ich bin sehr glücklich, bei diesem Projekt Monika E. König und Heinz Wittenbrink an meiner Seite zu wissen! Mit diesen beiden verbindet mich weit mehr als nur die gemeinsame Leidenschaft fürs Twittern und fürs digitale Publizieren, sondern auch ein gemeinsam gestemmtes Großprojekt und ein ähnlicher Umgang mit der Virtualität von Beziehungen… Daher weiß ich: Mit beiden ist es einfach herrlich unkompliziert, etwas auszuhecken und auf die Beine zu stellen.

Und eins hab ich nun wirklich schon gelernt in meinem Leben: Wenn es sich leicht anfühlt (wenn es „flutscht“), ist es richtig! 😉

howtomooc.org

Seit ich am Open Course 2011 „Zukunft des Lernens“ (opco11) teilgenommen habe, fasziniert mich die Idee des „konnektivistischen Lernens“, wie sie von den MOOC-Vorreitern Georg Siemens und Stephen Downes gelebt und gelehrt wird. Dabei geht es weniger um formale (bzw. institutionalisierte) Fortbildungen als vielmehr um einen Rahmen für selbstorganisiertes informelles Lernen im Kontakt und Austausch mit anderen Menschen, die gleiche oder ähnliche Lernziele verfolgen. Mancherorts wird sogar schon der Begriff „Do It Yourself University“ gebraucht…

(Für mich hat diese Form eines Open Courses à la Siemens/Downes übrigens wenig zu tun mit den zurzeit so gehypten MOOCs, also den Online-Kursen, die von US-amerikanische Elite-Universitäten zurzeit kostenfrei und ohne Teilnahmebeschränkungen über verschiedene Lernplattformen wie Coursera oder Venture Lab angeboten werden…)

Ich möchte es nun einfach gern genauer wissen: Wie fühlt es sich denn nun wirklich an, über das Internet ein Erkenntnisinteresse zu formulieren und zu veröffentlichen und andere dazu einzuladen, sich gemeinsam damit auseinander zu setzen und am Ende reicher als zuvor dazustehen – reicher an Erfahrung und Sachverstand?! 😉

Die Entscheidung: Ich bin 3 Blogs


Immer wieder hadere ich mit mir, wie ich meinen Mitteilungsdrang ins Netz zu meinen verschiedenen Interessen und Projekten strukturiere – konkret: Wie viele Blogs machen Sinn? Ich denke dabei an den Aufwand, mehrere System zu pflegen, aber auch an die Intensität des Austauschs mit Lesenr/innen, die sich im Zweifelsfall aufgrund von zu vielen Off-topic-Posts nicht so schnell einfinden bzw. eben nicht bleiben mögen (= den Feed nicht abonnieren).

Dabei habe ich in den vergangenen Wochen mein eigenes Surf-Abonnier-Lese-Kommentier-Verhalten im Netz beobachtet und festgestellt, dass nahezu alles, was ich im Netz lese, kommentiere und abonniere, immer wieder in drei Schubladen einsortiert werden könnte:

  1. Social Media – und ein professioneller Blick auf die neuen Formen der Kommunikation à la Cluetrain Manifest
  2. Lernen 2.0 – also alle neuen Lernmethoden, die durch den Medienwandel protegiert werden, von Mobile Learning bis OER (Open Educational Ressources) und MOOCs (Massive Open Online Courses)
  3. Privat 2.0 (Psychologie & Kunst) – der wissenschaftliche UND kreative Blick aufs Menschsein

Eigentlich reichen mir also drei Kreise auf Google+, drei Kategorien in meinem Feed Reader und drei Listen auf Twitter usw. Darüber hinaus mag es jeweils noch eine(n) vierten Kreis/Kategorie/Liste geben – für all jene, mit denen ich tatsächlich in einem engeren persönlichen Verhältnis stehe (gemeinsames Projekt, Freundschaft, intensive Begegnungen auf BarCamps usw.). That’s it. Und so sei es.

In Konsequenz brauche ich also drei Blogs … und ups, die habe ich ja tatsächlich schon! Ich entscheide mich hiermit, sie nun auch wirklich wiederzubeleben bzw. in dieser Randschärfe konsequent zu bespielen:

1. Social Media: NetzFaktorei.de

Dieses Fach-Blog gebe ich zwar privat und in Eigenverantwortung heraus, gleichwohl knüpfe ich in meiner Rolle als Studienleiterin des ILS-Fernlehrgangs “Social Media Manager” dabei konsequenter Weise an die Studieninhalte an und adressiere also insbesondere auch die Teilnehmer/innen des Lehrgangs – die übrigens auch die Möglichkeit haben, Gastbeiträge zu schreiben. In der NetzFaktorei poste Neuerungen aus der großen weiten Welt der Social-Media-Plattformen, berichte über Kampagnen und Best Practices, interviewe Experten/innen und denke laut über professionelle Kommunikation im Internet nach.

2. Lernen 2.0: lernkult.posterous.com

Ich blogge hier aus der Perspektive eines „DistancE-Learning Geek“ und meine damit meine persönliche Leidenschaft für die Methode Fernunterricht bzw. eLearning (und die ich zurzeit beruflich als Customer Relationship & Community Managerin beim ILS auslebe). Gleichwohl gilt hier genau so wie auch schon in der Netzfaktorei: Ich blogge privat und unabhängig von meinem Arbeitgeber! Mich beschäftigen nämlich viele methodisch-didaktische Fragen rund ums Lernen und Lehren im Kontext sich mehrender medialer Möglichkeiten, die jenseits meines aktuellen beruflichen Aufgabengebietes liegen. Und dazu möchte ich mich mit Gleichgesinnten austauschen…

3. Privat 2.0 (Psychologie & Kunst): diegoerelebt.wordpress.com (hier liest Du gerade)

DieGoerelebt ist das Herzens-Blog, die kreative Spielwiese, Sammelbecken für literarische Experimente – aber immer auch der Versuch, mein zurzeit brachliegendes berufliches Standbein als psychologische Beraterin und Selbstheilungscoach (Methode WIldwuchs) zumindest so zu kompensieren, dass ich mich gedanklich mit Themen rund um Resilienz & Krisenbewältigung, Liebe & Glück (und dem ganz normalen Wahnsinn des Lebens) auseinandersetze.

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Alle Blogs sind übrigens vorrangig deutschsprachig – und ich gebe zu, dass ich überlege, über kurz oder lang ein viertes Blog zu eröffnen, um mich besser international vernetzen zu können. Das wird dann vorrangig in englisch passieren – und in einer weiteren Sprache, über die ich jetzt noch nix verrate…

Und nun freue ich mich auf viele alte und neue LeserInnen, intensive Diskussionen, Anregungen und Komplimente und überhaupt auf alles, was das Leben bunt macht!

Liebe findet statt.


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„Im Grunde reden wir immer über die Liebe, wenn wir es so sehr vermeiden. Jeder gesenkte Blick, jedes gerollte Auge als Schutz vor der Möglichkeit einer Kernschmelze.“ (Quelle)

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Es stimmt nicht, was hier und dort behauptet wird, dass im Netz nicht von Liebe gesprochen wird, dass niemand seine/ihre Liebe erklärt, dass wir nicht ZeugInnen von großartigen Liebeserklärungen oder tiefstem Herzschmerz würden.

Liebe findet statt. Auch hier im (Sozialen) Netz. Und es gibt Menschen, die darüber auf intensive Weise sprechen bzw. schreiben – liebende Menschen, dessen bin ich mir nach einer jeden Lektüre sicher. Ich erinnere mich beispielsweise an den klugen Artikel von Antje Schrupp zur Frage, ob wir Liebe nicht auch ein bisschen überstrapazieren, oder an einen Beitrag von Jean-Pol Martin, der Liebe als Fixierung auf eine Quelle der Bedürfnisbefriedigung anerkennt. Unübertroffen sind natürlich auch die Diskussionen, die Christian Spannagel und beschwerte, als er seine desillusionierende Sicht über Verliebtheit und Beziehungen verbloggte – und ich bin mir sicher, dass er liebt. Auf seine Weise.

Wahrhafte Liebeserklärungen habe ich auf Twitter schon des öfteren miterlebt – manchmal nachts, wenn die Timeline schneller mal persönlich wird. Jetzt bedauere ich es, nicht mehr davon als Favoriten abgespeichert zu haben…

Vielleicht sorgen wir gemeinsam für Abhilfe und sammeln ein paar Quellen der Liebesbekenntnisse: Welche verliebten Tweets, gebloggten Gefühle oder ge(pod)castete Liebesweiheiten gehören für Euch auf die Best-of-Liste?

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Trend. Meiner.


Bloggen ist mein Projekt im permanenten ReStart-Modus. Blogs sind für mich ein Stück Literatur-Kultur. (Und manche Blog Posts sind regelrechte Prosa Poems, Cems „Trend. Meiner.“ zum Beispiel, der an ein Haiku denken lässt. Kein Beitrag der dadurch ins Rollen gekommenen Blogparade reicht in poetischer Hinsicht an ihn heran.)

Twitter erzeugt Serendipity, Serendipity erzeugt Glücksgefühle. Twitter ist meine tägliche Dosis davon. Und meine Retweets sind meine temporären Bookmarks. Twitter ist gleichzeitig auch mein am meisten gepflegtes Netzwerk. Wer Twitter verlässt, verlässt mein Netzwerk. Schade.

Facebook dagegen ist nur Pflicht. Rein berufliche Pflicht: Muss ich kennen, muss ich können, interessiert mich privat NULL. Mein Privatleben funktioniert analog.

Google+ bietet die Diskussionstiefe, die früher in Blogs üblich war. Ich habe eine persönliche Vision von meiner Google+-Nutzung, der ich zurzeit nicht ansatzweise nahekomme. Vielleicht wird das noch, vielleicht ist Google+ bis dahin auch schon wieder tot.

Und Second Life – zurzeit (in der öffentlichen Wahrnehmung) toter als VZ und Myspace und hinsichtlich seines Potenzials dabei noch viel, viel unterschätzter als Diaspora – ist und bleibt eine Leidenschaft von mir, privat und beruflich. Web.3D – als Netzwerk (!) und Plattform für Kollaboration – kommt wieder. Daran glaube zumindest ich.